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Bälle
#51
@Szymmi,
da bin ich mal auf Deinen Test gespanntWink!
Zum putten fand ich den Truvis ja sehr gut, aber mit den Eisen......

L.G.
Wolfgang
Lieber ein schöner Tag auf dem Golfplatz - als ein schlechter Tag im Büro
[Bild: 0684761001456433828.png]
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#52
So, mein erster Truvis hat mich nach 47 Schlägen verlassen. Der Ball ist zwar gut im Rough und im Wald zu erkennen, für das Forum scheue ich natürlich kein Doppel-PAR um die Sucheigenschaften zu testen. Im Tümpel hat aber auch die auffällige Färbung versagt. Ich musste mich erstmal an die Musterung gewöhnen, dann war ich aber mit den Balleigenschaften zufrieden. Meine anderen beiden Bälle werde ich wohl zum Training auf dem Kurzplatz nutzen, dank Musterung kann man ganz gut erahnen, ob man im kurzen Spiel Spin auf den Ball bringt oder nicht, für die normalen Golfrunden würde ich lieber auf das Design verzichten.
LG
Hans
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#53
Golf Digest hat im Zusammenhang mit der jährlichen Hot List eine Grafik über das Spinverhalten der getesteten Bälle bei einem 40yds Pitch mit einem 60° Lob Wedge veröffentlich. Wer sich also nach mehr oder weniger Spin bei seinen (flachen) Annäherungen sehnt, sollte sich die Übersicht einmal anschauen:

http://www.golfdigest.com/story/spin-zon...wer-prices
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#54
Endlich habe ich es geschafft und den schon zu Ostern angekündigten Kurztest auf dem FlightScope mit den ForeAce Bällen hinbekommen. Wie man bei den Ballherstellern und auf einschlägigen Golfseiten lesen kann, unterscheiden sich im langen Spiel, sprich am Abschlag mit dem Driver, sämtliche Bälle kaum. So gibt z.B. Titleist an, das ihre Bälle, egal ob 2-piece Distance oder 4-piece Tour Modell, ca. 4 - 6m Distanzunterschied beim Drive aufweisen. Um so größer sind jedoch die Unterschiede im kurzen Spiel und daher habe ich die Bälle mit einem 56° Sandwedge, als lockerer Pitch gespielt, getestet. Je fünf Schläge pro Ball, die ich als normal gut empfand, kamen in die Wertung. Ausreißer nach oben und unten habe ich gelöscht. Ich habe mich im gesamten Test bemüht, eine vergleichbare SKG zu erzeugen.

Im Test vertreten waren die vier ForeAce Modelle Hades, Poseidon, Zeus und Helios, sowie ein Srixon AD-333 Tour Ball, ein diesjähriger Callaway Chrome Soft Ball und, quasi als Referenz, ein Titleist Pro V1 X Ball aus dem Jahr 2016.

Wie zu erwarten, erzeugte das Modell Hades relativ wenig Spin - dieser Ball ist auch der einzige 2-piece Distance Ball im Test. Das Gefühl im Treffmoment und auch der Klang sind allerdings angenehm und man hat nicht das Gefühl einen Stein zu schlagen, wie es bei anderen Distance Bällen oftmals der Fall ist.
Etwas überraschend erzeugte das Modell Poseidon, immerhin ein 3-piece Ball, noch weniger Spin als sein "kleiner" Bruder. Auch bei diesem Ball empfand ich Klang und Gefühl als angenehm.
Modell Zeus, ein 4-piece Ball, der laut Hersteller im kurzen Spiel viel Spin erzeugen soll, lieferte dann auch eine merklich höhere Spinrate als die beiden anderen ForeAce Bälle. Klang und Gefühl waren ebenso angenehm.
Das Topmodell Helios, ein weiterer 4-piece Ball, allerdings mit einer anderen Mantelschicht versehen, ließ die Spinrate nochmals deutlich nach oben schnellen und erzeugte den zweitmeisten Spin in meinem Test. Klang und Gefühl sind jedoch für mich ein großer Wermutstropfen. @tgemmer hat bei seinem Titleist Ballfitting schon über den harten Klang und das harte Gefühl des Pro V1 X im Treffmoment geklagt - der Helios ist noch mehr "clicky", fast schon hohl anmutend.
Callaway Chrome Soft ** und Srixon AD-333 Tour lagen bei den Spinraten gleichauf und nur marginal hinter dem Helios. Dafür haben mich Klang und Gefühl beider Bälle deutlich mehr überzeugt als der Helios. Der Chrome Soft ** ist auch nicht mehr ganz so extrem weich im Treffmoment wie sein Vorgängermodell.
Der Titleist Pro V1 X 2016 wurde seiner Referenzrolle bei den Spinraten mehr als gerecht. Er erzeugte nochmals mehr Spin als die anderen High-Spin-Bälle. Allerdings ist er im Klang und im Gefühl schon auf der harten Seite, wengleich nicht ganz so extrem wie der ForeAce Helios.

Neben den reinen Spinraten habe ich mir auch noch die Flugkurven, sprich Start- und Landewinkel, angeschaut und diese verglichen. Wie im Golfdigest-Artikel schon zu lesen, stellte auch ich den gleichen Zusammenhang zwischen Spinrate und Startwinkel fest: Je weniger Spin der Ball erzeugte, um so steiler war sein Abflugwinkel und entsprechend steiler kam er auch zu Boden geflogen. Flughöhe und Flugdauer stiegen dementsprechend auch an. Trotz der flacheren Abflug- und Eintreffwinkel blieben die High-Spin-Bälle ähnlich schnell liegen - eben weil sie deutlich mehr Spin erzeugen.

Wie sich Spinrate, Abflug- und Landewinkel dann im Spiel auf dem Platz auswirken, hängt von den lokalen Gegebenheiten ab: Wie hart oder weich sind die Grüns? Ist es windstill oder bläst es so stark, dass ein flacherer Ballflug vorteilhaft ist?

Zusammenfassend kann man also sagen, dass auch ein Durchnittsspieler wie ich deutliche Unterschiede in den Spinraten mit verschiedenen Bällen erhält und dass die Hersteller mit ihren Ballbeschreibungen ziemlich gut liegen.

Abschließend noch eine Zusammenfassung der Messwerte.

   
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exbritania, tgemmer
#55
Hallo HD was ist das für ein Smash Wert?
Liebe Grüsse
Eponer
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#56
Danke für den Test, Peter. Du hast ja richtig hohe Spinraten erzeugt. Über den Winter gab es ja eine Videoserie von Mark Crossfield, in der er diese Raten nur bei vollen Schwüngen erzeugt hat. Im kurzen Spiel fand ich die Unterschiede jetzt nicht so extrem.


LG
Hans
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#57
Ich versuche mich an der Technik des "high spinning wedge shot", bei der man mit einem flachen Angriffswinkel an den Ball kommt, um mehr Spin zu erzeugen. Der Klassiker "möglichst steil von oben auf dem Ball", um viel Spin zu erzeugen ist nämlich nur ein Mythos. Leider komme ich mit dieser Technik noch nicht richtig knackig an den Ball, sondern rutsche mehr hin, falls das bildlich gesprochen Sinn macht. @Eponer hat natürlich sofort beim Smash-Faktor den wunden Punkt entdeckt.
Nichtsdestotrotz zeigt der kleine Test, dass man auch mit unzulänglicher Technik Unterschiede festellen kann.
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#58
Du hast aber sicher auf Wedges gestellt, oder ?
Allerdings würde ich auch mal versuche mit normaler Eiseneinstellung zu testen denn die SKG ist recht hoch.
Ich benutze die Wedges Einstellung nur bei unter 50 mph SKG
Bei solchen Tests wie Bälle ist der Smash unglaublich wichtig, wenn man Z.B. Bälle mit dem Driver testet sollte man nur Werte oberhalb von 1,45 Smash in die Auswahl einbeziehen, sicher schweife ich da etwas ab, ich denke aber man kann deshalb auch bei Wedges den Smash nicht unberücksichtigt lassen.
Der Schwung den Du beschreibst funktioniert aber nur mit bestimmten Sohlen ein normales 56 hat in der Regel 12Grad Bounce da steht in der Regel die Kante relativ hoch,

Liebe Grüsse
Eponer
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#59
Ich finde es gut, dass Du die Problempunkte bei solchen Tests ansprichst. Mir ist auch klar, dass dies kein allgemeingültiger Test ist, denn dafür ist (a) die Anzahl der Schläge zu klein und (b) mein Schwung nicht so konstant wie der eines Schwungroboters oder Tour Pros.

Die Einstellung war auf normal. Das benutzte Sand Wedge hat einen speziellen Sohlenschliff. Wink Wenn ich wieder mal etwas Zeit habe, führe ich den Test mit den selben Bällen, aber einem anderen Sand Wedge durch.
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#60
Stelle trotzdem mal auf Wedges ein, bin gespannt.
Liebe Grüsse
Eponer
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