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Single Länge Eisen
#1
Wink 
Hallo bevor, es geht ja bald los draußen Smile , sich mit dem Thema beschäftigt möchte ich demjenigen oder allgemein etwas mitgeben.
Ob das jemand spielen kann/will spielt dabei keine Rolle, allerdings steht man, wenn sehr schnell vor der Frage mit welcher Schaftlänge geht man/ich die Sache an, das ist materialspezifisch eine sehr wichtige Frage.
Ich habe schon mehrere tausend Schäfte vermessen bearbeitet usw. hinsichtlich einen Schaftsatzes hat sich eindeutige herausgestellt das der Flexverlauf in einen Satz Schäfte besonders wenn der Tip bereits geschnitten ist, (100% OEM Schäfte sind das) zwischen dem E7 und E8 sehr sehr oft eine relativ hohe Flexzunahme hat, also steifer, als der Schaft E7 ist.
Dies ist wohl Produktion bedingt, wenn man sich einen Schaft anschaut ist er ja im Tipbereich nur wenige cm Parallele dann beginnt die Dicke des Schaft zuzunehmen.
Die Schäfte werden einfach gekürzt (OEM Hersteller) dies hat natürlich Auswirkungen einmal gewollt auf den Flex, bedeutete ein Schaft der länger ist ist auch weicher oder umgekehrt.
Durch das Ablängen des Tip Bereiches für das jeweiligen Eisen wird der Schaft härter in der Regel 3-5 cpm ab einer gewissen Länge des Tip Bereiches geht die zunehmende Dicke des Schaftes jedoch zu Teil deutlich in den Flex und die Biegekurve mit ein.
Dies bedeutet ein Eisen 8 ist sehr oft deutlich härter steifer als ein E7, E7 wird sehr oft auch als Lieblingsschläger bezeichnet, dies ist begründet das der Spieler diese deutliche Versteifung bis zu 10 cpm merkt und dann das angenehmere zuspielen E7 lieber verwendet.
Was will ich damit sagen wenn Ihr Euch mit dem Thema Single Eisen beschäftig spielt unbedingt den Schaft den Ihr später auch verwenden wollt.
Persönlich aus Qualität Gründen würde ich immer den Schaft E7 vorziehen.
Liebe Grüße
Eponer
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#2
Die meisten Schläge auf der Range mache ich mit dem Eisen 8, deswegen wäre das wohl auch mein Lieblingseisen.
Aber die Festlegung, welches Eisen dann das Referenz-Eisen wäre, ist durchaus interessant.

Geht mein Satz nur bis Eisen 5 verliere ich bei der 7er Referenz nur 1 Inch Schaftlänge, der 5er Kopf im Standardsatz dürfte so 14 Gramm leichter sein, die man mit Wolfram im Schaft noch einigermaßen ausgleichen kann um das gleiche Schwunggewicht und in diesem Fall sogar das gleiche MOI-Matching hinzukriegen. Da Du ja ab Eisen 9 die gleiche Länge verbaust, sind auch die Wedges nur 1 Inch länger. Die Herausforderung beginnen dann auf der Schwunggewichtsseite bei den Wedges. Der SW-Kopf sollte etwa 40 g schwerer als das E7 sein. Hier kann man überlegen den Satz mit progressiven Schwunggewichtsverlauf zu bauen und muss schauen, ob man die Köpfe leichter bekommt, die Hoseltiefen sind ja meistens größer als den Eisen, da kann man vielleicht etwas wegnehmen. Ggf. könnte man mit schwereren Griffen bzw. Gegengewichten im Griff arbeiten. Die sauberste Lösung wäre natürlich ein spezieller Single-Length-Eisensatz mit gleich schweren Köpfen, die Anpassung eines konventionell hergestellten Satzes erscheint mir schwierig und man muss Kompromisse eingehen. Dieser Satz wäre dann automatisch nach Schwunggewicht und Trägheit abgeglichen, das einheitliche Schwunggewicht und die Schaftfrequenz frei wählbar.
LG
Hans
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#3
Hallo Hans,
ich habe für eine Kunden der unbedingt sein E5 und 6 auf Länge von E7 umgebaut haben wollte Kopf Epon AF703. die Seele blutet, mit zusätzlichen Gewichten in der freistehenden Rückwand versehen, eine Bastelei die wenn überhaupt nur an bestimmten Köpfen möglich ist.
Den Gewichtsunterschied in den Schaft zu bringen kann man vergessen, die Gewichtsverteilung ist nicht gut der Schafttip arbeitet anders und die Schaft-Bruchgefahr ist relativ hoch hatte so einen Fall schon mit sehr leichten Köpfen und recht hohem Ausgleich im Schaft.
Du vergisst das bei Dir dieser Schafteffekt nicht auftreten kann sind ja gebaut und alles zueinander angepasst.
Ich wollte nicht schreiben das es sinn macht sowas nur mit einem Schlägerbauer, wenn, zusammen zu machen da man sehr schnell an Grenzen kommt.
Ja es stimmt Deine Ray,s gingen da auch aber bitte mich nicht darum, bitte.
LG
Helmut
Eponer
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#4
Nein Helmut,
an sich ist das Single-Iron-Konzept interessant, aber eben nur mit dafür vorgesehenen Köpfen.

Inzwischen gibt es ja schon eine ganze Reihe spezieller Köpfe, die man bei Bedarf dafür nutzen kann, sogar Cobra als OEM ist dabei. Wobei mir die Sterling Iron von TW am besten gefallen. Man unteren Ende der Preisskala scheinen sich die Pinhawks zu bewegen, die mit 37 Euro pro Kopf bzw ab 49 Euro pro Schläger VK recht günstig sind. Die Köpfe aber den Charme eines 200 Euro all-inclusive-Satzes versprühen.
LG
Hans
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#5
Lass bitte die Finger von den billig Dingern, die TW sind auch nicht gerade billig ich meine zum probieren insgesamt einfach alles was gut oder besser ist zu teuer.
Liebe Grüsse
Eponer
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#6
Auf der Hansegolf hatte ich die Gelegenheit, die Single Length Eisen von Tom Wishon zu schlagen. Neben zwei Demo-Eisen (SW und E7) hatten sie dort allerdings nur zur Anschauung auch einen kompletten Satz (E5 bis SW) zur Verfügung. Die Schläger wurden auf die Länge des E7 gebaut, die Distanzverluste einer längeren Eisen wurden lt. Werbung mit besseren Schlagflächen, höherer COR-Wert durch die Verwendung von Titan, ausgeglichen. Das kann funktionieren, meine alten Ping Rapture-Eisen hatten ebenfalls Titan-Schlagflächen und waren richtig lang.

Das Schlagen einiger Bälle in ein Netz ohne Unterstützung von Trackman und co. mit nicht passenden Griffen und Schäften ist natürlich nicht geeignet, irgendwelche Aussagen zu treffen, dieses Konzept passt oder passt nicht für mich. Hier kann ich nur jedem raten, bei Interesse dieses Konzept beim nächsten TW-Fitter auszuprobieren. Das Spielen eines SW mit deutlich längeren Schaft, weniger Schwunggewicht und geringerem Gesamtgewicht ist m.E. die größere Umstellung, als das Eisen 5 mit kürzerem Schaft zu spielen. Ich würde wahrscheinlich ein Mischkonzept bevorzugen, alle Schläger mit denen ich primär volle Schwünge mache, das wären je nach Loft-Stufung alle Eisen runter bis zum PW auf das Single-Length-Konzept zu bauen. Bei den Wedges würde ich die klassische Variante mit progressiven Schwunggewicht und gleicher, aber kürzerer Schaftlänge präferieren. Dann kann man in diesem Bereich auch andere Wedges mit unterschiedlichsten Grinds oder Bounces nutzen. Für Spieler, die häufig "Rücken haben", haben natürlich die langen TW-Wedges ihren Reiz, aber hier muss man sein Kurzspiel erst wieder "neu lernen", das Drehen mit den längeren Schäften bei kleinen Bewegungen wie beim Pitchen war für mich nicht einfach.
LG
Hans
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HansDampf, TomF
#7
Das Single Length Konzept ist sicher nicht für jeden Golfer gemacht. Man muss sich dem Konzept in Gänze verschreiben und darf nicht in der Umlernphase zwischen einem konventionellen Set und dem SL Set hin und her wechseln.
Kern des SL Konzepts sind die Eisen. In Tom Wishons Set haben sie nach oben hin ihre natürliche Grenze beim Eisen 5, bei Schnellschwingern evtl. Eisen 4. Im Bereich der Wedges sollte man das Konzept nicht zu dogmatisch sehen. Es gibt Berichte von Clubmakern, die für den Spieler sehr erfolgreich die von @Szymmi angedachte Mischung aus SL Eisen und herkömmlichen Wedges gebaut haben. Für Wenigspieler und Nochwenigertrainierer mag es allerdings auch eine Erleichterung sein, wenn sich SW mit dem selben Schwung wie die anderen Eisen bewegen lässt. Ein Spieler mit gutem kurzen Spiel wird wohl immer die Variationsmöglichkeiten, insbesondere durch die unterschiedlichen Wedgeköpfe, dem SL Konzept in den Wedges vorziehen.
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TomF
#8
Hallo Hans,
danke für Deine Ausführungen.
Das Thema wird ja sehr viel diskutiert derzeit und Deine Feststellungen sind auch schon in etliche Verbesserungs-Vorschläge in Fachkreisen eingeflossen.
Allerdings kommen die Vorschläge fast ausschließlich aus dem Schlägerbaubereich weil da eben auf die speziellen Gegebenheiten des Spielers Rücksicht genommen werden kann.
Beispiele wie Combo, also verschiedene Köpfe im Satz zu verwenden soll ein guter Ansatz sein.
Ich persönlich halte aus Schaftqualitätsgründen die Eisen 7 Längen für die deutlich bessere Wahl.
Bei den E8 Schäften tritt fast zu 100% die größte Flex Abweichung zu den restlichen Schäften auf, in der Regel sind diese Schäfte wenn sie nicht Frequenz gefertigt sind deutlich härter als der Schaft E7, diese Erscheinung ist noch dazu sehr unterschiedlich dies führt dann in der Regel dazu das man ohne die Schäfte beim Bauen zu selektieren einen Flex Mischmasch im Satz hat.
Was evtl. das etwas komische Gefühl eher noch verstärkt.
Ich habe vor einigen Wochen einem Kunden seine E5 & 6 auf Eisen 7 Länge umgebaut, alles andere ist geblieben. Dies geht aber nur bei bestimmen Kopf Design denn es müssen zusätzlich Gewichte angebracht werden. Die einfachere Lösung den Gewichtsausgleich (SW) durch den Schaft zu machen halte ich für sehr gefährlich.
1. Verändert man sehr stark die Tip Zone des Schaftes und somit die Spielbarkeit.
2. Dieses ausstopfen des Tip Bereiches mit Wolfram Pulver kann auch zu Schaftbrüchen führen, ist auch schon bei mir aufgetreten.
3. Nicht zu vergessen die sehr gravierende Veränderung der Gewichtsverteilung am Kopf.
LG
Eponer
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Szymmi, TomF
#9
Hallo Helmut,

wenn es nur um den Ausgleich der 14g Kopfgewicht zwischen E5 und E7 geht, müsste man das gleiche, oder ein ähnliches Schwunggewicht eigentlich auch mit leichteren Griffen für die beiden Schläger hinkriegen, oder? Aufgrund der geringeren Trägheit des Gesamtsystems könnte der Spieler dann die längeren Eisen ggf. auch besser beschleunigen, oder was meinst Du?
LG
Hans
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#10
Soviel ist durch die Griffe nicht zu machen höchsten bei Midsize.
Aber das SW ist eben nicht alles.
Diese Änderung verändert eben stark das Gesamtgewicht.
Alles irgendwie gebastelt.
Liebe Grüsse
Eponer
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