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Royal Golf Club Mariánské Lázně (Marienbad)
#1
Mit einem Gründungsjahr von 1905 dürfte der Golfclub Marienbad wahrscheinlich einer der älteren auf dem Kontinent sein. Weil Marienbad zu dieser Zeit auch häufig von englischen Gästen besucht worden war, trat wohl der englische König Edward VII als Sponsor auf. Und aufgrund dieser alten Beziehungen konnte sich der Club im Jahr 2003 das Recht erstreiten, den Titel „Royal“ führen zu dürfen, daher ist es heute der Royal Golf Club Mariánské Lázně (oder eben einfacher Marienbad).

   

Meine Frau und ich verbrachten nun ein Wochenende im praktischerweise auf der anderen Straßenseite liegendem Parkhotel Golf, das auch schon über 100 Jahre auf dem Buckel hat. Nichtsdestotrotz war es ein recht gepflegtes ehrwürdiges Hotel, das in seinem Garten einen 9-Loch Pitch&Putt Platz aufzubieten hatte. "Pitch" weist schon darauf hin, daß die einzelnen Bahnen nur zwischen 20 und 60m lang waren. Und wegen des teilweise doch sehr dichten Baumbestands war es teilweise auch eher ein Chip&Putt Platz.

   

Auf dem königlichen Platz haben wir dann am Samstag bei schönem Wetter eine 10-Loch-Runde (in der Tat 10 Loch, da die Bahn 9 irgendwo im Wald endet und erst die 10 wieder zum Clubhaus zurückführt) und am Sonntag bei sehr wechselhaftem Wetter die kompletten 18 Loch gespielt. Da der Platz nicht sehr ausgelastet war, konnten wir ohne Druck in aller Ruhe Platz und Landschaft geniessen.

[Bild: course-map.png]

Der Platz fällt wohl in die Kategorie „Parkland Course“, die einzelnen Bahnen sind in der Regel durch dichte Baumreihen voneinander getrennt. Ein „Fore“ habe ich auf unserer Runde nur ein einziges Mal gehört. Der Royal Gold Club hat sehr breite und überwiegend gut gepflegte Fairways, praktisch kein Rough, flache Bunker und wenig Wasser. Auch wenn ich so etwas bei meiner Spielstärke eigentlich nicht schreiben sollte, würde ich ihn als eher einfach zu spielen bezeichnen. Einen einzigen Ball mußte ich abschreiben, und den habe ich auf der Bahn 2 auf dem Fairway verloren. Bahn 2 geht über einen Hügel, die Landezone ist nicht einsehbar, und bei diesen ungewohnten Fairwaybreiten muß ich einfach am Ball vorbeigelaufen sein. Schwierig war aus meiner Sicht einzig das Loch 7, mit deutlich  erhöhtem Green, das von den einzigen Bunkern mit einer hohen Kante verteidigt wird.

   

Dazu gab es noch zwei oder drei Bahnen, bei denen man es immerhin schaffen mußte, durch eine relativ schmale Gasse auf das Fairway zu kommen. Das charakteristische Knallen von Golfbällen gegen festes Holz war schon von weitem zu hören.

   

Aber alles in allem war es ein sehr schöner Platz. Mehr zu lesen gäbe es für den Interessierten auch auf spieltgolf.de

Das Clubhaus macht einen sehr gemütlichen Eindruck, der Blaubeerkuchen war lecker, das Personal freundlich und des Deutschen mächtig.

   

Gruß,

-thomas
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