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Turnierplanungsstress und Chaos nur wegen Olympia ?!?
#1
Wegen Olympia 2016 in Rio gibt es einen picke packe vollen Turnierplan 2016 der USPGA Tour mit vielen Verschiebungen, alleine in sieben Wochen 3 Majors, zwei WGC - Turniere (Cadillac Championship und Dell Matchplay) innerhalb von drei Wochen im März und das Bridgestone Invitational im Juni zwischen den USOpen und The Open und im Oktober den Ryder Cup in Minnesota (im Norden der USA an der Grenze zu Kanada). Cry

http://www.golfpost.de/pga-tour-turnierk...777190733/

Da kann man sich schon fragen, ist Golf wirklich eine Sportart für Olympia?

Meine Meinung ist ein ganz klares NEIN !
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#2
Naja man muss ja nicht dran teilnehmen.
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#3
An sich braucht Profigolf Olympia nicht Man hat seit Jahrzehnten vier Majorturniere, die den allerhöchsten Rang unter den Profis genießen. Natürlich ist es nett, wenn man den FedEx Cup gewinnt, weil es einen Haufen Kohle bedeutet, aber im golferischen Lebenslauf macht sich ein Majorsieg deutlich besser. Zu den Majors kommt das fünfte "Major" und die Turniere der WGC, die allesamt immer top besetzt sind und es neben dem sportlichen Wert auch ein ordentliches Preisgeld gibt.
Die Frage ist für mich, ob Golf als Sport für den Ottonormalverbraucher, also uns, von Olympia profitieren kann. In Deutschland dürften nun Fördergelder zur Unterstützung fließen. Es wäre mal interessant herauszufinden, an wen diese Gelder gehen und wie die Fördermittel ausschauen. Werden damit gezielt bestimmte Athleten gefördert? Wird in die Kinder- und Jugendföderung investiert? Was bleibt (für was) bei den Landesverbänden und dem Dachverband hängen?
Beiträge die der Moderation dienen, sind in grün geschrieben
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#4
Hier habe ich einen älteren Artikel zu den nächsten Olympischen Spielen gefunden: http://www.golfpost.de/golf-geht-ohne-fo...777762486/

Demnach gibt es zumindest vom Staat bzw. vom Deutschen Olympische Sportbund (DOSB) erst mal keine Fördermittel. Bei den Golfern muss erst noch geprüft werden, ob sie Medaillen Chancen haben, oder nicht. Erst dann, und wenn der DGV nicht genügend Mittel bereitstellen kann, könnte es Fördergelder geben.
Im Moment ist Golf in einer Kategorie "Sportarten ohne Finanzpotenzial/neue olympische Sportarten" wie Synchronschwimmen eingeteilt.
D.h. alle Förderungen, die es im Moment gibt, kommen demnach vom DGV.
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exbritania, HansDampf
#5
Mir ging es mit diesem Thread eher darum, als ich den Turnierkalender der USPGA Tour für 2016 gesehen habe, dass die Wertigkeit jedes einzelnen Turniers durch die Hin/- und Her Schieberei wegen einer Woche Olympia ziemlich verloren geht.

Natürlich kann und sollte vielleicht auch die Wertigkeit der WGC Turniere überdacht werden, aber für 2016 merkt man richtig, die sind gerade dahin gestopft worden, wo vielleicht noch Platz war, aber ein System ist nicht mehr zu erkennen, warum die WGC eigentlich was besonderes sein sollten.

Und auch die Majors verlieren durch diese Planung irgendwie an Bedeutung, denn auf zu kurze Zeit sind viel zu viele Höhepunkte.

Natürlich kann jeder Profi selbst bestimmen, wo er spielen will, obwohl die Sponsoren sicherlich auch was zu sagen haben werden und dann wird der Profi doch wieder in diesen Stress reinkommen, aber man merkt richtig, die USPGA oder auch generell alle weltweit wichtigen Verbände, müssen mit ihren Turnieren abspecken, es sind einfach schon zu viele Höhepunkte auf zu kurze Zeit und damit wird man dieser Sportart nicht helfen, wenn immer mehr Weltklassegolfer sich ihre Pausen nehmen (müssen) und somit bei eigentlich besonderen Turnieren immer weniger Weltklassegolfer dabei sein werden (man sieht es ja schon an diesem Wochenende, wo Tiger Woods bei seinem Turnier nur noch Rickie Fowler, Justin Rose und Jimmy Walker trotz enormen Preisgelds locken konnte, weil in den nächsten Wochen mit WGC, Major, vier Wochen PlayOffs und Presidents Cup keine freie Zeit mehr da ist).

Huh
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#6
Die Situation ist dann etwas ähnlich wie beim Massen-Lieblingssport Nummer 1: Fußball. Bei jeder WM/EM werden auch die Spielpläne geschoben bzw. komprimiert. Für Mannschaften, die in der Champions - oder Europa League spielen, wird es immer sehr eng. Siehe auch WM in Katar, da gibt es größte Diskussionen.

Es wird sich zeigen, ob/wie Golf bei den Olympischen Spielen ankommt und wie lange diese Sportart mit dabei bleibt, und ob eine Goldmedaille für die Spieler motivierender ist, als ein erster Platz bei einem der anderen großen Turnieren. Sei es wegen Ruhm und Ehre, oder bessere Werbemöglichkeiten.
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#7
Golf bei Olympia, muß nicht sein.
my 2 Cents

Grüße,
Wolfgang
Lieber ein schöner Tag auf dem Golfplatz - als ein schlechter Tag im Büro
[Bild: 0684761001456433828.png]
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#8
(02.08.2015, 09:44)Bert schrieb: Die Situation ist dann etwas ähnlich wie beim Massen-Lieblingssport Nummer 1: Fußball. Bei jeder WM/EM werden auch die Spielpläne geschoben bzw. komprimiert. Für Mannschaften, die in der Champions - oder Europa League spielen, wird es immer sehr eng. Siehe auch WM in Katar, da gibt es größte Diskussionen.  

Es wird sich zeigen, ob/wie Golf bei den Olympischen Spielen ankommt und wie lange diese Sportart mit dabei bleibt, und ob eine Goldmedaille für die Spieler motivierender ist, als ein erster Platz bei einem der anderen großen Turnieren. Sei es wegen Ruhm und Ehre, oder bessere Werbemöglichkeiten.

Sehe ich etwas anders, denn Fußball ist ja eine Mannschaftssportart und Golf ist eine Einzelsportart.

Wenn ein einzelner Fußballer diesen Stress mit WM, EM, CL oder EL nicht haben will, dann wird er auch keine Chance haben, eine große Fußballerkarriere zu haben, denn dafür ist der Konkurrenzdruck zu groß.

Beim Golf sieht es meiner Meinung nach aber anders aus, denn es ist ja jetzt schon immer häufiger festzustellen, dass trotz immer mehr Geld (gerade jetzt erst mit den Quicken Loans National) immer mehr Profigolfer der ersten Garde pausieren, weil der jetzige Turnierkalender sonst schon zu stressig ist (mit WGC, Major, 4x Turniere PlayOffs und eventuell Presidents Cup).

Wegen einer Woche Olympia im nächsten Jahr wurde jetzt aber der gesamte Jahresturnierkalender umgestrickt (siehe Beitrag oben) und die wichtigsten Turniere sind jetzt so eng aufeinander, dass wahrscheinlich gerade die erste Garde der Profigolfer noch mehr Turniere auslassen werden und vielleicht werden es dann auch die WGC Turniere oder vielleicht auch die Majors dann zu spüren bekommen, dass einzelne Weltklassespieler nicht mehr dabei sein werden.

Ich glaube aber nicht, dass da nur diese Spieler verlieren werden, sondern auch der Profigolf mit seiner Geschichte und auch der Tradition insgesamt.

Vielleicht ist ja die USPGA Tour auch nur schlecht vorbereitet mit dem Thema Olympia, aber jetzt alle vier Jahre so einen chaotischen Turnierplan erstellen zu müssen, nur wegen einer Woche Olympia, dass kann es meiner Meinung nach nicht sein.

Huh
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#9
Das "Problem" ist der über Jahrzehnte gewachsene und optimierte Turnierkalender, in den ein weiteres Großevent einfach nicht mehr hereinpasst. In anderen Sportarten, die seit Jahrzehnten olympisch sind, zählt in den USA z.B. das Olympiagold weniger als der nationale Championshipring, siehe u.a. NBA-Basketball. Der dortige Meister darf sich ganz bescheiden Worldchampion nennen. Ähnlich wird es vermutlich auch im Golf für die (US) Profis ausschauen, denen man ja nachsagt, dass sie nur ungern ihr heimtliches Terrain aus beruflichen Gründen verlassen.
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#10
Das mit Olympia ist sarkastisch ausgedrückt doch eine prima Sache. Dann können Spieler die sonst auf der Tour eh nichts gewinnen auch mal wieder etwas im Rampenlicht stehen. Auf Kaymer, Siem und Cejka Smile das passt schon.
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